Neckarsteinach Reiseführer
Ein detaillierter Reiseführer für Ihren nächsten Deutschland Urlaub
Mehr Infos über Neckarsteinach
Verkehrstechnisch wie kulturell ist Neckarsteinach durch seine Lage im Neckartal enger an den kurpfälzischen Raum um Heidelberg (Heidelberg Ferienwohnungen | Heidelberg Reisetipps) als ans übrige Hessen angebunden. Es zählt außerdem wie die umgebenden Landkreise zu den Gemeinden des Rhein-Neckar-Dreiecks. Es liegt überwiegend auf dem Nordufer des Neckars entlang der B 37 und der Neckartalbahn und ist die südlichste Stadt Hessens und des Kreises Bergstraße, 15 km östlich von Heidelberg. Entlang der abzweigenden ehemaligen Bahnlinie nach Schönau wurde ein weiterer Siedlungskern nach Nordwesten, sozusagen hinter dem Burgberg, gebaut. Im östlichen Ortsteil liegt ein kleineres aus dem Schiffbau (Werft) entstandene Industriegebiet südlich der B37 auf dem Neckarschwemmland.
Der Ortskern von Neckarsteinach liegt südöstlich unterhalb der Vorderburg, mit der der Ort als Burgweiler ab dem 14. Jahrhundert von einer gemeinsamen Mauer umgeben war. Der Ort wurde im Norden und Osten von der Steinach (Steinach Ferienwohnungen | Steinach Reisetipps), im Süden vom Neckar und im Westen vom Burgberg begrenzt. Die Landschaft bei Neckarsteinach wird insbesondere von dem auf der gegenüberliegenden Neckarseite liegenden Kegel der Bergfeste Dilsberg (Dilsberg Ferienwohnungen | Dilsberg Reisetipps) (zu Neckargemünd (Neckargemünd Ferienwohnungen | Neckargemünd Reisetipps), Baden-Württemberg) geprägt, um den der Neckar eine großzügige Schleife bildet.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten in Neckarsteinach
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Neckarsteinach sind die vier Burgen, die westlich vom Siedlungskern auf einem Bergsporn bzw. am Hang des Neckarufers liegen: Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Schadeck (auch: Schwalbennest). Die Burgen wurden zwischen 1100 und 1230 von den Landschad von Steinach (Steinach Ferienwohnungen | Steinach Reisetipps) teils als Wormser bzw. Speyrer Lehen, teils als Allodialbesitz erbaut und befanden sich im späten Mittelalter teilweise im Besitz verschiedener anderer Herren des niederen Adels. Im 16. Jahrhundert gelangten sie wieder alle in den Besitz der Landschad, nach deren Aussterben 1653 in den Besitz einer Linie derer von Metternich, nach deren Aussterben 1753 in die Hand der Bistümer Worms (Worms Ferienwohnungen | Worms Reisetipps) und Speyer (Speyer Ferienwohnungen | Speyer Reisetipps) und im Zuge der Mediatisierung 1803 an das Land Hessen, das die Vorderburg an privat verkaufte und die Mittelburg sowie die Ruine der Hinterburg an die Erben der Allodialbesitzer, die Freiherren von Dorth abtrat. Die von Dorth erwarben später auch die Vorderburg, gaben jedoch die Ruine der Hinterburg an das Land zurück. Die Mittelburg, im 16. Jhd. zum Renaissanceschloss umgebaut und im 19. Jhd. gotisiert, wird heute von der Familie von Warsberg-Dorth bewohnt, die Vorderburg ist Sitz der Warsbergschen Forstverwaltung. Die Ruinen Hinterburg und Schadeck sind frei zugänglich und können besichtigt werden. Insbesondere von der Schadeck bietet sich ein sehenswerter Blick auf die Neckarschleife und die gegenüberliegende Bergfeste Dilsberg (Dilsberg Ferienwohnungen | Dilsberg Reisetipps).
Die Evangelische Kirche Neckarsteinach geht auf die ursprüngliche Kirche des Ortes zurück und wurde 1483 im Stil der Spätgotik durch Blicker XIV. Landschad von Steinach neu erbaut. Die Kirche wurde zunächst im frühen 16. Jahrhundert reformiert, dann aber von 1662 bis 1908 als Simultankirche für bis zu drei Konfessionen genutzt. Zu den bedeutenden Kunstschätzen der Kirche zählen zahlreiche Epitaphe der Landschad von Steinach sowie Repliken der Glasfenster von 1483.
Die katholische Herz-Jesu-Kirche wurde in neobarockem Stil 1906-1908 durch Prof. Friedrich Pützer errichtet. Der Hauptaltar von 1750 zeigt in der Mitte den Hl. Stephan und stammt ursprünglich aus der kath. Kirche St. Stephan in Mainz-Gonsenheim. Die Seitenaltäre waren ursprünglich in der bis zum Bau der katholischen Kirche als Simultankirche genutzten heutigen evangelischen Kirche und stammen von 1711.
Das Rathaus wurde 1861/62 anstelle des abgebrannten älteren Rathauses aus dem 16. Jhd. errichtet. Das erste Rathaus aus dem 14. Jhd. hatte vermutlich an anderer Stelle gestanden.
Neckarsteinach ist reich an historischem Baubestand. Neben Resten der alten Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert sind die mittelalterliche Bliggergasse zu nennen, außerdem das Fachwerkhaus Ambtmann und die alte Synagoge in der Hirschgasse sowie der Schönauer Hof, ein historisches Fachwerk-Ensemble in der Kirchenstraße. Von den zahlreichen Überflutungen der tieferliegenden Teile des Ortes zeugt ein historischer Hochwasserpegel in der Hirschgasse. Der höchste Wasserstand wurde 1824 erreicht, die jüngste, hier verzeichnete Überflutung ereignete sich 1993.
Im Ortsteil Darsberg befindet sich die historische Sebastianskapelle
Nibelungen-Park, Neugestaltet 1998 mit Sandstein-Skulpturen des Bildhauers Paul August Wagner vom Skulpturenpark Seckach (Seckach Ferienwohnungen | Seckach Reisetipps)
Regelmäßiges Veranstaltungen
- Am ersten Märzwochenende findet im „Bürgerhaus zum Schwanen“ die „Kleine Buchmesse im Neckartal“ statt.
- Im Ortsteil Darsberg wird am Fastnachtsdienstag ein Hexenumzug veranstaltet. Zu einem Hexentanz und Guggenmusik wird auf den Wiesen am Ortseingang ein Feuerrad abgerollt.
- Zwei Wochen vor Ostern findet der traditionelle Sommertagszug statt.
- Zwei Wochen nach Pfingsten (1. Sonntag nach Trinitatis) ist Kerwe (Kirchweih) mit Backfischfest
- Am letzten Samstag im Juli wird der „Tag des Gastes“ gefeiert, mit Vierburgenbeleuchtung
- Am 1. Adventswochenende findet in der unteren Altstadt der Weihnachtsmarkt statt.
[ source: Wikipedia ]
Landkarte und Wegbeschreibung für Neckarsteinach
Die heute dominierende Verkehrsader ist die Bundesstraße 37.

Altstadt
[ Quelle: Wikipedia]
Nützliche Webseiten
Wir haben einige nützliche und gute Webseiten gesammelt für Neckarsteinach. Wenn Sie noch mehr gute Internet Seiten wissen oder auch ein paar gute Reiseideen für diesen Ort und Umgebung haben, dann senden Sie uns bitte Ihre Deutschland Reisetipps. Diese werden von uns überprüft und dann in diesen Reiseführer integriert.
- Homepage von Neckarsteinach: Neckarsteinach (official home page)
- Wikipedia: Neckarsteinach
Mehr über die Geschichte von Neckarsteinach
Im 14. Jahrhundert wurde der Ort durch die Landschad von Steinach (Steinach Ferienwohnungen | Steinach Reisetipps) mit wehrhaften Mauern umgeben, wobei durch die gemeinsame Ummauerung von Vorderburg und Stadt eine geschlossene Feste entstand. Die Stadt gehörte jeweils zur Hälfte den Besitzern der Vorderburg und der Hinterburg. 1377 wird Neckarsteinach erstmals als Stadt erwähnt und wird gleichzeitig zum Offenhaus des Pfalzgrafen Ruprecht, der sich dadurch im Falle einer Fehde gegen jeden außer gegen den Bischof von Worms (Worms Ferienwohnungen | Worms Reisetipps) als Lehnsherren der Stadt bedienen konnte. 1381 wurde das erste Rathaus errichtet, in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhielt Neckarsteinach eine Stadtordnung, die in den Folgejahren verändert und ergänzt wurde. Die älteste erhaltene Stadtordnung datiert von 1537.
1699 war der Besitz über Neckarsteinach als Kunkellehen an Caspar Hugo von Metternich zu Müllenark übergegangen. Dessen Erben verpfändeten 1738 den Besitz an Neckarsteinach an die freiherrlich von Hundheimschen Erben, die 1744 ebenfalls als Ortsherrschaft eingesetzt wurden, da die Metternich ihren Pfand nicht mehr einlösen konnten. Beide Ortsherrschaften setzten jeweils einen eigenen Schultheiß ein und sowohl zwischen den Ortsherren als auch unter der Bürgerschaft kam es zu erbitterten Auseinandersetzungen um die Zugehörigkeitsverhältnisse. Erst Hugo Franz Wolfgang Metternich gelang es um 1750, den Ort wieder zu befrieden und die Herrschaft auf sich zu vereinen, doch starb er bereits 1754, wonach die Kurpfalz und das Bistum Worms Besitzansprüche auf Neckarsteinach stellten und diese handgreiflich durchzusetzen versuchten. Der Ort kam zunächst zur Kurpfalz, doch bereits 1763 fiel der Ort durch kaiserliches Mandat an die Hochstifte Worms und Speyer (Speyer Ferienwohnungen | Speyer Reisetipps) und letztlich 1803 im Zuge der Mediatisierung an das Land Hessen.
[ source: Wikipedia ]
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