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Rheda-Wiedenbrück Reiseführer

Ein detaillierter Reiseführer für Ihren nächsten Deutschland Urlaub

Rheda-Wiedenbrück
Schloss Möhler
[ Quelle: Flickr]

Mehr Infos über Rheda-Wiedenbrück

Die als kleine Mittelstadt klassifizierte Gemeinde umfasst eine Fläche von 86,64 km². Der überwiegende Teil besteht aus landwirtschaftlich genutzter Fläche und Waldfläche, zusammen etwa 74,3 %, gefolgt von bebauter Fläche und Verkehrsfläche, zusammen etwa 23,2 %. Die größte Ausdehnung in Nordsüdrichtung beträgt rund 12,6 km, in Ostwestrichtung etwa 14 km.

Im Westen beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Rheda-Wiedenbrück die Stadt Oelde (Kreis Warendorf (Warendorf Ferienwohnungen | Warendorf Reisetipps), Regierungsbezirk Münster), die Gemeinde Herzebrock-Clarholz, die Städte Gütersloh (Gütersloh Ferienwohnungen | Gütersloh Reisetipps) und Rietberg sowie die Gemeinde Langenberg (alle Kreis Gütersloh).


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Kultur und Sehenswürdigkeiten in Rheda-Wiedenbrück

Das Heimatmuseum, früher an der Langen (Langen Ferienwohnungen | Langen Reisetipps) Straße, stellt die Geschichte der Stadt Wiedenbrück vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit dar. In einem ehemaligen Werkstattgebäude der Wiedenbrücker Schule am Rande der Wiedenbrücker Altstadt wurde das Heimatmuseum mit dem Schwerpunkt Wiedenbrücker Schule am 28. November 2008 neu eröffnet.

Im Radio- und Telefonmuseum wird vom Förderverein Radio- und Telefon-Museum im Verstärkeramt e. V. eine Sammlung von Radios, Fernsehern, Telefonen, Vermittlungstechnik, Fernschreibern, Funktechnik, Tonbandgeräten, Rundfunkzubehör und weiteren Exponaten ausgestellt.

Das Leinewebermuseum zeigt eine Privatsammlung aus der Leinewebergeschichte.

Die Ev. Stadtkirche liegt in der Altstadt von Rheda. Sie wurde ab 1611 in gotisierenden Formen errichtet. Es handelt sich um eine kleine dreischiffige Hallenkirche, die durch Erweiterung einer älteren Heiligblutkapelle entstanden ist. Der mit einem schlanken Spitzhelm versehene Westturm ist 1654 bezeichnet.

Die Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist ein moderner Kirchbau des Kölner Architekten Prof. Gottfried Böhm, gebaut 1964-66, Weihe am 1. Oktober 1966 durch den Paderborner Erzbischof Lorenz Kardinal Jaeger. Polygonaler Gemeinderaum mit sechs umgebenden polygonalen Seitenräumen, Ziegelmauerwerk, Glockenturm.

Die Kath. Pfarrkirche St. Clemens ist ein neuromanischer Bau mit zwei Türmen und wurde 1910 von Ludwig Becker errichtet. Die mächtige, in Anlehnung an barocke Vorbilder gestaltete Orgel wurde 1984 durch die Firma Fischer + Krämer aus Endingen erbaut.

Der Domhof (Am Domhof 1) ist der ehemalige Sitz des gräflichen Stadt- und Landrichters. Der stattliche Vierständer-Fachwerkbau mit Diele wurde 1616 von Eberhard Huck errichtet. Bei der letzten Renovierung blieb die alte Raumaufteilung weitgehend erhalten. Das Innere verfügt über einen Saal (Saal Ferienwohnungen | Saal Reisetipps) mit einer bemalten Holzbalkendecke im Stil der so genannten „Lipperenaissance“ von 1663. In den Jahren 1986–88 wurde das ursprünglich für den Abriss vorgesehene Gebäude umfassend restauriert.

Von der Hofanlage Drostenhof (Berliner Straße 52, Kunsthaus Artes) ist lediglich das Wohnhaus überkommen. Es liegt heute eingezwängt zwischen Neubauten und einem Parkdeck etwas abseits der Berliner Straße. Der verputzte Bruchsteinbau mit Walmdach und großem Einfahrtsportal ist durch Maueranker am Außenbau 1607 bezeichnet. Bauherr war Friedrich von Twickel, der Stellvertreter des Landesherrn. 1721 wurde das Gebäude durch J. Jörgens umgebaut. Auf diesen Umbau dürfte die gartenseitige Freitreppe zurückgehen. Im Inneren blieb eine barocke Balustertreppe erhalten.

Die Kath. Pfarrkirche St. Aegidius wurde nach einer umfangreichen Renovierung Weihnachten 2006 wieder eröffnet. Die neue Orgel wurde Ostern 2007 eingeweiht.

Die Kirche St. Pius (Wiedenbrück) ist die zweite Pfarrkirche von Wiedenbrück und wurde 1955 nach Plänen des Diözesanbaurats Alfons Boklage (Münster) erbaut. 1958 wurde die Pius-Gemeinde von der Aegidius-Gemeinde abgepfarrt, da nach dem Zweiten Weltkrieg die Aegidiusgemeinde durch den Zuzug von Vertrieben derart gewachsen war, dass eine Teilung und ein Kirchenneubau notwendig geworden waren.

Die Kath. Kirche St. Marien heißt wegen des angeschlossenen Klosters der Franziskaner (OFM) bei den Einheimischen auch Paterskirche. St. Marien ist eine Wallfahrtskirche. Sie wurde 2008 renoviert.

Das Kloster des Franziskanerordens besteht in Wiedenbrück seit über 360 Jahren. Ab 2006 siedelt das bundesweite Noviziat von Nürnberg (Nürnberg Ferienwohnungen | Nürnberg Reisetipps) nach Wiedenbrück über. Die Franziskaner sind auch die Bewahrer der bekannten Wiedenbrücker Kreuztracht am Karfreitag.

Das Rathaus am Marktplatz wurde 1619 als zweigeschossiger Fachwerkbau errichtet. Bei der Erneuerung von 1790 erhielt es eine neue massive Fassade zum Markt hin und wurde mit einem Krüppelwalmdach versehen.

Die Brunnenskulptur Betender Landmann auf dem Marktplatz von Wiedenbrück zeigt einen Betenden. Der Sockel trägt zwischen den zwei Wasserbecken die eingemeißelte Inschrift „Betender Landmann“.

Rheda-Wiedenbrück war Austragungsort der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau 1988 in den Emsauen links und rechts der Autobahn A 2. Das Gelände, heute als Flora Westfalica bezeichnet, ist als weitläufiger Landschaftspark mit ca. 60 ha Größe im Stadtgebiet erhalten.

[ source: Wikipedia ]

Landkarte und Wegbeschreibung für Rheda-Wiedenbrück

Die Doppelstadt liegt innerhalb der Emssandebene in der Westfälischen Bucht südlich des Teutoburger Walds, der etwa 30 km entfernt ist. Die ehemals selbständigen Städte Rheda und Wiedenbrück sind durch die Bundesautobahn 2, die fast genau auf der ehemaligen Grenze liegt, voneinander getrennt. Die Stadt wird von der Ems durchflossen. Die nächsten größeren Städte sind Gütersloh in ca. 11 km, Bielefeld in rund 35 km sowie Paderborn und Hamm in etwa 55 km Entfernung.


Rheda-Wiedenbrück
Roundabout
[ Quelle: Flickr]

Nützliche Webseiten

Wir haben einige nützliche und gute Webseiten gesammelt für Rheda-Wiedenbrück. Wenn Sie noch mehr gute Internet Seiten wissen oder auch ein paar gute Reiseideen für diesen Ort und Umgebung haben, dann senden Sie uns bitte Ihre Deutschland Reisetipps. Diese werden von uns überprüft und dann in diesen Reiseführer integriert.

Mehr über die Geschichte von Rheda-Wiedenbrück

Im Jahr 758 erfolgte die erste Nennung von Wiedenbrück. 785 wird hier die erste Urpfarrkirche vermutet, die das Zentrum eines Missionsgebietes bildete. 860 wurde der Wiedenbrücker Sprengel als zum Bistum Osnabrück (Osnabrück Ferienwohnungen | Osnabrück Reisetipps) gehörig genannt. Rheda wurde frühestens im Jahre 1085, spätestens 1088 erstmals urkundlich erwähnt. Seit ihrer Ersterwähnung 1170 bis 1807/1815 war die Burg bzw. das spätere Schloss Rheda Mittelpunkt der Herrschaft Rheda.

1225 erhielt Bischof Engelbert von Osnabrück die Gogerichte zu Wiedenbrück und anderen Städten. Dies ist einer der Ausgangspunkte der Entwicklung des Hochstifts Osnabrück zu einem Territorialstaat des Bischofs von Osnabrück. Aus den Jahren um 1230 sind die ältesten Münzen aus Wiedenbrück überliefert. Wiedenbrück wurde 1231 civitas genannt, Schöffen wurden in den Gerichtsumstand gewählt und ein Siegel angekündigt. Im Jahr 1249 wurde die Neustadt gegründet, ein Jahr später wurde erstmals die Burg Reckenberg genannt. Um 1462 entstand in Wiedenbrück eine erste Stadtverfassung nach dem Vorbild von Osnabrück. 1543 wurde Wiedenbrück durch Hermann Bonnus, einen Beauftragten des Bischofs Franz von Waldeck (Waldeck Ferienwohnungen | Waldeck Reisetipps), reformiert. 1565 galt Wiedenbrück als überwiegend lutherisch. Im selben Jahr wurden im Bielefelder Rezess die Grenzen zwischen dem Amt Reckenberg, zu welchem Wiedenbrück zählte, und dem benachbarten Rheda festgelegt, so wurden erstmals zwei selbständige Hoheitsbereiche anerkannt.

Als Folge der Umwandlung des Hochstift in das Fürstentum Osnabrück wurde Wiedenbrück 1802 vorerst Kur-Hannover zugeschlagen. 1807 fiel die Stadt an das Königreich Westphalen. Das Kapitel des Kollegiatenstifts wurde 1810 aufgehoben, das Amt Reckenberg mit Wiedenbrück wurden nach dem Wiener Kongress an Preußen abgetreten und 1816 der neuen Provinz Westfalen zugeordnet. Damit trennte sich Wiedenbrück vom Bistum Osnabrück, die katholischen Gemeinden des ehemaligen Osnabrücker Amtes Reckenberg kamen zum Erzbistum Paderborn (Paderborn Ferienwohnungen | Paderborn Reisetipps).

1970 wurden die ehemals selbständigen Städte Rheda und Wiedenbrück im Rahmen der Kommunalreform zur Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammengeschlossen.

[ source: Wikipedia ]



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