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Tettnang Reiseführer

Ein detaillierter Reiseführer für Ihren nächsten Deutschland Urlaub

Tettnang
Tettnang view
[ Quelle: Flickr]

Mehr Infos über Tettnang

Die Stadt liegt im Bodensee-Hinterland, etwa 70 Meter über der Seehöhe und bietet daher örtlich einen weiten Blick auf das „Schwäbische Meer“, ebenso wie auf die Alpenketten Österreichs und der Schweiz. Östlich von Tettnang beginnen die ersten Ausläufer des Allgäus.

Im Gebiet der Stadt Tettnang sind zurzeit neun Naturschutzgebiete (Argen, Birkenweiher, Buchbach, Hirrensee, Knellesberger Moos, Loderhof-Weiher, Matzenhauser Mahlweiher, Schachried und Wasenmoos), sieben Landschaftsschutzgebiete, zwei flächenhafte und sechzehn Einzelgebilde-Naturdenkmäler ausgewiesen. (Stand: 30. April 2009)


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Kultur und Sehenswürdigkeiten in Tettnang

Tettnang liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße.

Das Montfort-Museum stellt die Stadtgeschichte Tettnangs dar. Es wurde 1955 vom Stadtarchivar Alex Frick als kleines Heimatmuseum gegründet, das seinen Schwerpunkt auf die Grafen von Montfort legte.

Im Umfeld der Elektronikschule gründete sich 2002 ein Förderverein, der ein Elektronikmuseum Tettnang aufbaut. Mittlerweile kann man bereits einmal in der Woche eine Ausstellung „47 Jahre Elektronik in Tettnang“ besichtigen.

Das Tettnanger Hopfenmuseum zeigt die über 150-jährige Geschichte des Tettnanger Hopfenanbaus: Alte Geräte und Maschinen, lebensecht dargestellte Szenen vom Arbeiten und Leben im Hopfengarten.

Das Neue Schloss ist eines der drei Schlösser Tettnangs. Graf Anton III. von Montfort beauftragte im Jahr 1712 den Architekten Christoph Gessinger, Benediktiner-Frater aus Isny, einen Entwurf eines neuen Schlosses zu erstellen. Aufgrund einer großen Schuldenlast wurden die Arbeiten, die nahezu vollendet waren, nach Graf Antons Tod 1733 eingestellt. Bei einem Brand 1753 wurde ein großer Teil der Fassaden und der Innendekoration beschädigt. Die Restaurierungsarbeiten, die bis 1770 dauerten, wurden vor allem durch die finanzielle Hilfe Österreichs möglich. Den künstlerischen Rang verdankt das neue Schloss den Stuckateuren und Malern Joseph Anton Feuchtmayer, Käte Schaller-Härlin und Andreas Moosbrugger. Baumeister der dem Rokoko zuzuordnenden Arbeiten war Jakob Emele. Nach dem Übergang des Landes an Österreich wurde die Innenausstattung des neuen Schlosses veräußert. Das in bürgerlichen Besitz gelangte Schloss wurde erst in den Jahren 1960 bis 1982 restauriert und ist seit 1997 weitgehend der Öffentlichkeit zugänglich.

Erste Zeugnisse einer dem heiligen Gallus geweihten Kirche finden sich bereits in den ersten Urkunden der Stadt Tettnang. Aus dem Neubau zwischen 1410 und 1450 ist heute noch der gotische Turm zu sehen. Das heutige Kirchenschiff der Pfarrkirche St. Gallus entstand im Jahr 1860, als der barocke Vorgängerbau abgerissen wurde. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche in den 60er Jahren und 1990/91 grundlegend renoviert und mit neuen Kunstwerken ausgestattet.

Die Loretokapelle Tettnangs, die älteste dieser Art in Baden-Württemberg, befindet sich in der nach ihr benannten Straße im Süden der Altstadt. Auftraggeberin für die Votivgabe war Gräfin Euphrosina von Montfort. Der Bau begann 1624 und wurde mit der Weihe 1627 vollendet. 1902 wurde das Gebäude durch eine Empore erweitert. Zur Innenausstattung gehört ein neuromantischer Altar, auf dem sich eine 1,4 m große Madonnenfigur aus dem 17. Jahrhundert befindet. Diese kann anlässlich von Festen mit unterschiedlichen Gewändern bekleidet werden. In zwei Nischen stehen Statuen des heiligen Dominikus und der heiligen Theresa von Avila. Die Kapelle wurde nach ihrem Bau zunächst für Messen genutzt, später in eine Rosenkranzkapelle umfunktioniert. Ende des 19. Jahrhunderts beherbergte das Mesnerhaus eine Kleinkinderschule; heute wird das Gotteshaus nur für besondere Anlässe wie Goldene oder Silberne Hochzeiten verwendet.

Die St.-Anna-Kapelle ist das älteste sakrale Gebäude der Stadt. Sie wurde im Jahr 1513 von Graf Ulrich VII. von Montfort gestiftet. 1812 wurde sie von der Kirchenpflege an einen Privatmann verkauft, um Reparationen an der Pfarrkirche St. Gallus durchzuführen. In der Folgezeit verschlechterte sich der Zustand der Kapelle immer mehr, bis sie 1971 neu eingerichtet und restauriert wurde. Seither wird die Kapelle wieder für regelmäßige Gottesdienste genutzt. Auffällig am Bau ist, dass der Kapelle ein Glockenturm fehlt. Die Decke besteht aus einem spätgotischen Netzrippengewölbe, im Innenraum befinden sich eine Wappengalerie des Hauses Montfort, Gemälde des Stifterehepaares sowie eine Empore, auf der eine Orgel platziert ist.

Torschloss: Die Grafen von Montfort residierten in dem 1464 erbauten Schloss

Altes Schloss: Das von Michael Kuen ab 1667 erbaute Alte Schloss dient heute als Rathaus.

„Hopfenburg“ des Hofguts Kaltenberg (monumentales Ökonomiegebäude zur Hopfentrocknung, erbaut in den 1860er Jahren)

Das Montfortfest, das am ersten Wochenende im Juli stattfindet, ist das Heimatfest der Stadt Tettnang. Es wurde unter dem Namen Kinder- und Hopfenfest in Folge der Tettnanger Heimatwochen 1949 eingeführt. Wichtigste Veranstaltung ist der Festzug, an dem neben verkleideten Schülergruppen und Vereinen vor allem zahlreiche Reitergespanne teilnehmen. Weiterhin spielt das Feuerwerk im Schlossgarten eine wichtige Rolle.

Die Fasnet wird in Tettnang nach schwäbisch-alemannischer Tradition gefeiert. Diese entstand in Tettnang im 19. Jahrhundert. Um das Jahr 1836 sind erste Maskenbälle nachgewiesen. Gegen Ende des Jahrhunderts entstand die Narrenzunft „Narrhalla“, die den ersten Umzug organisierte.

Das Tettnanger Bähnlesfest fand zum ersten Mal im Mai 1976 anlässlich der Einstellung des Bahnbetriebs von Tettnang nach Meckenbeuren (Meckenbeuren Ferienwohnungen | Meckenbeuren Reisetipps) statt. Seitdem wird es jährlich am zweiten Sonntag im September von den verschiedenen Vereinen, Musikkapellen und der Stadtverwaltung veranstaltet. Der Festplatz, auf dem auch ein Flohmarkt veranstaltet wird, befindet sich zwischen der Lindauer Straße und dem Neuen Schloss.

Der Geowanderweg Tettnang ist ein geologischer Lehrpfad im Tettnanger Wald, der im Juni 2008 eingeweiht wurde. An zehn Stationen werden dem Wanderer interessante Einblicke in die geologischen Schichten des Tettnanger Waldes gezeigt. Der Weg ist Teil des Oberschwäbischen Geoinformationsnetzwerks.

[ source: Wikipedia ]

Landkarte und Wegbeschreibung für Tettnang

Tettnang liegt an der Bundesstraße 467 zwischen Ulm und Kressbronn.


Tettnang
Tettnang
[ Quelle: Flickr]

Nützliche Webseiten

Wir haben einige nützliche und gute Webseiten gesammelt für Tettnang. Wenn Sie noch mehr gute Internet Seiten wissen oder auch ein paar gute Reiseideen für diesen Ort und Umgebung haben, dann senden Sie uns bitte Ihre Deutschland Reisetipps. Diese werden von uns überprüft und dann in diesen Reiseführer integriert.

Mehr über die Geschichte von Tettnang

Tettnang wurde unter dem Namen Tettinanc im Jahre 882 in einer in Wasserburg ausgestellten Urkunde des Großbauern Cunzo und des Klosters St. Gallen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Diese bestätigte die Übergabe von Land Cunzos an das Kloster, um es in dessen Schutz zu stellen. Der Großbauer durfte das Land allerdings unter der Zahlung von Zinsen weiter nutzen und besaß ein Rückkaufrecht. Weiterhin ist von einem Besitz von zwei Huben des Stiftes Lindau (Lindau Ferienwohnungen | Lindau Reisetipps) zu lesen. Zwischen 1112 und 1154 wurde eine Burg in Tettnang gebaut, die das Zentrum einer neuen Grafschaft bildete. Deren Graf Kuno, in zwei Urkunden König Friedrichs I. Barbarossas erwähnt, regte die Ansiedlung der ersten Ministerialen an. Über die Grafschaft Bregenz kam Tettnang an Hugo I., den ersten Grafen von Montfort. Dessen Enkel Hugo III. von Montfort erhielt bei der Teilung der Grafschaft die Gebiete um Tettnang, war also Begründer der so genannten „Tettnanger Linie“. Er initiierte Ende des 12. Jahrhunderts die Anlegung eines Marktes in Tettnang, da dessen Lage an der Fernstraße Ulm-Ravensburg-Lindau günstig war. Mit der Verleihung des Marktrechtes wurde ein Gericht notwendig, das in daraus resultierenden Streitfällen Recht sprach.

Nach dem Tod Wilhelms V. teilten seine Söhne Montfort in drei Komplexe: Tettnang, Rothenfels mit Wasserburg und Langenargen (Langenargen Ferienwohnungen | Langenargen Reisetipps) sowie Werdenberg mit den rätischen Besitzungen. Ulrich V. (1440–1495) und dessen Sohn Ulrich VII. (1495–1520) widmeten sich daher Tettnang, das Hauptstadt der Grafschaft geworden war. Mit der Festigung der Rolle eines Bürgerrates, des Bürgermeisters und des Ammanns stabilisierten sie so die städtische Selbstverwaltung. An Kunst interessiert und daher beim Adel hoch geachtet schufen die beiden das Torschloss und die Pfarrkirche St. Gallus und traten als Auftraggeber Bernhard Strigels hervor. Auch Kaiser Maximilian I. würdigte den kulturellen Aufschwung durch Besuche 1499 und 1516. Nach dem Tod Ulrichs VII. trat eine Besonderheit ein. Für sechs Jahre hatte dessen Frau Magdalena von Öttingen, die als emanzipiert beschrieben wird[3], die Position der Stadtregentin inne. Nach ihrem Tod belehnte Kaiser Karl V. ihren Neffen Hugo XVI. mit Tettnang. In der Reformation war der Langenargener Urbanus Rhegius besonders in Tettnang tätig und versuchte dort seine Schriften zu publizieren.

1780 traten die verschuldeten Grafen ihre Besitztümer an Österreich ab. Österreich gliederte die Stadt Vorderösterreich an und begründete das Oberamt Tettnang (auch Reichsgrafschaft Tettnang), das ein geschlossenes Gebiet am mittleren Nordufer des Bodensees bis nach Wasserburg am Bodensee umfasste. 1805 fiel Tettnang dann mit dem Pressburger Frieden Bayern zu, das es fünf Jahre später an Württemberg weitergab. Bis zur Kreisreform zum 1. Januar 1973 war Tettnang Kreisstadt des damaligen Landkreises Tettnang, der dann im Bodenseekreis aufging.

[ source: Wikipedia ]



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